Hautkrebsvorsorge: Warum ein zweiter Blick auf die Haut Leben retten kann
Warum die Haut sich merkt, was sie erlebt
Jeder Sonnenbrand, jede Stunde ohne Schutz in der prallen Sonne hinterlässt Spuren in der Haut. Diese Schäden summieren sich über das ganze Leben. Was man als Kind und junger Erwachsener an Sonne abbekommen hat, zählt Jahrzehnte später noch mit.
Aus diesen angesammelten Schäden kann irgendwann eine Zelle entstehen, die sich unkontrolliert teilt. So beginnt Hautkrebs. Das Entscheidende ist, dass dieser Prozess an der Oberfläche stattfindet, dort, wo man ihn sehen kann, wenn man weiß, worauf man achten muss.
Der gefährliche und die häufigen Typen
Man unterscheidet grob zwei Gruppen. Der schwarze Hautkrebs, das Melanom, ist der gefährlichere. Er kann früh streuen und in andere Organe wandern. Dafür ist er bei früher Entdeckung fast immer heilbar, weshalb das rechtzeitige Erkennen hier so viel wiegt.
Daneben gibt es den hellen Hautkrebs, der weit häufiger ist und vor allem an den sonnenexponierten Stellen wie Gesicht, Ohren und Handrücken auftritt. Er wächst meist langsam und streut selten, sollte aber trotzdem behandelt werden, bevor er größere Schäden im Gewebe anrichtet.
Woran man Veränderungen erkennt
Bei dunklen Flecken und Muttermalen hilft eine einfache Eselsbrücke, die auf die Form achtet. Auffällig ist ein Fleck, der unregelmäßig statt rund ist, dessen Ränder ausgefranst wirken, der mehrere Farben zeigt, der größer als ein halber Zentimeter ist oder der sich über die Zeit verändert.
Ein Beispiel: Ein Mann bemerkt am Rücken einen Fleck, der seit Monaten langsam größer wird und nun zwei Farbtöne hat. Er kommt nur zufällig zur Sprache, weil seine Partnerin ihn darauf anspricht. Beim Hautcheck stellt sich heraus, dass es sich lohnt, ihn zu entfernen. Früh erkannt, ist die Sache damit erledigt.
Was beim Hautcheck passiert
Die Untersuchung ist einfach und tut nicht weh. Die Haut wird systematisch von Kopf bis Fuß angesehen, auch an Stellen, die man selbst schlecht im Blick hat, wie Rücken, Kopfhaut und Füße. Auffällige Stellen werden mit einer Lupe oder einem speziellen Auflichtmikroskop genauer betrachtet.
Dieser zweite, geschulte Blick ist der Kern der Sache. Vieles, was Laien beunruhigt, ist völlig harmlos. Und manches, was unscheinbar aussieht, verdient genaueres Hinschauen. Genau diese Einordnung nimmt einem die Untersuchung ab.
Was Sie jetzt tun können
Achten Sie selbst auf neue oder sich verändernde Flecken und nutzen Sie das regelmäßige Hautkrebsscreening, das Versicherten ab fünfunddreißig alle zwei Jahre zusteht. Wer viele Muttermale hat oder früher oft Sonnenbrände, sollte besonders aufmerksam sein.
Vereinbaren Sie für den Hautcheck einen Termin in unserer Praxis. Wenn Ihnen vorab schon ein bestimmter Fleck Sorgen macht, sagen Sie es ruhig direkt, dann schauen wir uns diesen besonders genau an.
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